Vor einigen Tagen erreichte uns eine Nachricht von unserem alten Zuchtfreund Horst Sude aus Korbach, einem Urgestein der Pommernzucht. Im schönen Waldecker Land beheimatet, befasst sich unser Horst seit Kindesbeinen mit unserer schönen Rasse, die er bei einem alten "Taubennarren" ohne Vereinsbindung in seinem Heimatort entdeckte und die ihn bis heute in Beschlag genommen hat.

Horst ist sicher vielen älteren Pommernfreunden noch aus seiner aktiven Zeit bekannt, in der er mit viel Begeisterung zum Wohle unserer Rasse tätig war. Er berichtet, dass er 1957 in den SV der Züchter Pommerscher Kröpfer eingetreten ist, wo er sich bei viel Harmonie mit echten Züchterfreunden über Jahrzehnte sehr wohl gefühlt hat.

Besonders die engen Kontakte zu seinen ortsnahen Züchterkollegen Otto Homburg, Richard Benirschke und Heinrich Wagner sind bis zu deren Ableben intensiv gepflegt worden. Aber auch Namen wie Josef Wintjes, Wastl Bernauer, Gerhard Nöske, Balthasar Wimmer, Hans Gawliceck  sowie Dieter Mersmann, sind ihm bis heute positiv im Gedächtnis geblieben und rufen bei unserem Horst Erinnerungen an tolle Veranstaltungen und Züchterabende in Kassel, Vellmar oder Bayern hervor, die ihn von diesen Zeiten schwärmen lassen.

Wer kennt ihn nicht, mit seiner Mundharmonika und mit " Spiel mir das Lied vom Tod ", dass er bei vielen Züchterabenden gekonnt und unterhaltend zum Besten gegeben hat.

Bei heutiger Betrachtung, war es eine tolle Zeit mit den Pommerschen Kröpfern und den besagten Zuchtfreunden, die Horst zudem am 20.11.1966 in Niedervellmar zu ihrem Schriftführer wählten. Unvergessen seine Einsätze bei der Tauben-Spendenaktion zur Finanzierung des Pommernbuches ( 1966-1970 ) wo er für Annahme, Quartier und Versand der gespendeten Pommerschen Kröpfer verantwortlich war. Oder die HSS in Korbach die er 1968 in der sog.  "Bullenhalle"  in Korbach ausrichtete.

Der Züchterabend wird den Beteiligten sicher noch gut in Erinnerung sein, fanden doch zwei Zuchtfreunde den Weg zurück ins Hotel "zur Waage" nur über eine unfreiwillige Zwischenstation mit Übernachtung in der Korbacher Polizeistation. Die Betroffenen haben es mit Humor getragen und hatten die Lacher natürlich auf ihrer Seite.

Es folgte eine HSS in Korbach-Sachsenhausen im Jahre 1977, die unser Zuchtfreund Horst Sude ebenfalls vollverantwortlich ausrichtete. Nach Übernahme der Sommertagung im Jahre 2000 zog sich Horst aus dem aktiven Geschehen des SV zurück und trat nach 44 Jahren der Vereinszugehörigkeit aus dieser Gemeinschaft aus. Als Gründe, führt er Anfeindungen und Beleidigungen einzelner Mitglieder gegen seine Person in Feld, ein Umstand, der leider nicht neu ist und auch heute noch praktiziert wird! Schade, einen so engagierten und mitarbeitenden aktiven Zuchtfreund auf diese Art zu verlieren, einfach schade und blamabel!

Seiner Rasse, unserem Pommerschen Kröpfer, ist er bis heute treu geblieben und so bevölkern neben diversen anderen Rassetauben, eben unsere Pommern in weiß, blaugeherzt sowie blaugehämmert-geherzt seine Schläge. Ganz nebenbei darf nicht unerwähnt bleiben, dass der inzwischen 80 jährige Taubenfanatiker seit 29 Jahren die städtische Voliere in Korbach-Katthagen betreut und auf diesem Wege auch hier aktuell Werbung für unsere stolze Rasse, den Pommerschen Kröpfer aktiv betreibt.

Über einen Kontakt alter Weggefährten würde sich Horst Sude sicher freuen, gibt es doch genug Erinnerungen, die aufgefrischt werden können. Von dieser Stelle, wünschen wir Dir, lieber Horst weiterhin alles Gute, Gesundheit und noch lange Jahre Freude an Deinen geliebten Pommerschen Kröpfern.

 

Heinrich Huge

 


Rückblick auf die Schausaison 2016

 

 Noch im November können wir resümieren und von einer beendeten Ausstellungssaison unserer Pommerschen Kröpfer berichten. Den Anfang machte eine angekündigte "Sonderschau" in Aschersleben, die entsprechend "bundesweit agierend" beworben wurde. Leider meldeten nur 4 Aussteller insgesamt 41 Pommern, die vom PR Steffen Falke bewertet wurden. Licht und viel Schatten in den Käfigen, wobei 5 mal die Note HV vergeben wurde. Unser Zuchtfreund Gerhard Wehrhahn aus Uftrungen reklamierte gleich 4 mal das Hervorragend für seine Zucht.  -Gratulation Gerhard-

Für eine Sonderschau ist zwingend eine stärkere Beteiligung der Züchterschaft erforderlich, zumal Aschersleben in der Vergangenheit stets ein Garant für eine gelungene Veranstaltung war.

Zur nationalen Rassegeflügelschau in Leipzig hatten 14 Aussteller 135 Pommersche Kröpfer zur Teilnahme angemeldet, darunter 70 Tiere als "Verkäuflich" deklariert! Das hat es, soweit ich denken kann, bisher auf keiner Schau gegeben. Doch unsere Rasse war in diesem Punkt kein Novum. Von den mehr als 35.000 gemeldeten Tieren standen über 10.800

zum Verkauf. Entwickelt sich Leipzig mehr und mehr zu einer Drehscheibe für den Verkauf? Oder zwingen uns die inzwischen hohen Ausgaben für Standgeld, Kosten und Katalog, Parkgebühren, Eintritt sowie Anreise und Übernachtung dazu, durch vermehrte Tierverkäufe die Finanzierung einer solchen Schau sicherzustellen? Eine Entwicklung, die wir im Auge behalten sollten. Die Anmeldung als Sonderschau wurde hier unterlassen.

Doch die Vogelgrippe bereitete allen Ausstellern nebst Ausrichter und BDRG eine böse Überraschung. Durch die rechtzeitige Absage der Veranstaltung bleiben den Beteiligten hoffentlich grössere finanzielle Einbußen erspart.

 

Heinrich Huge 


Bleibt nur noch eine Betrachtung auf die, trotz Vogelgrippe durchgeführte VDT - Schau in Erfurt, welche glücklicherweise ohne Zwischenfälle für Tier und Aussteller "über die Bühne" gegangen ist. Hierzu hat uns unser Zuchtfreund Horst Henkel, selber Aussteller auf dieser Schau, seine Eindrücke übermittelt.

 

Nach langer Überlegung und unter Mitwirken meines Zuchtfreundes Hans Richter, habe ich mich entschlossen, eine kleine Kollektion Pommerscher Kröpfer in schwarzgeherzt sowie Libanontauben zur diesjährigen VDT - Schau zu melden.

Die Liebe zu meinen Tauben und insbesondere zu den Pommern, war so gross, dass ich trotz meiner Meldung für Leipzig zur Nationalen, zweigleisig gefahren bin. Da ich mehrere Farbenschläge züchte, spielten auch die kurzen 7 Tage zwischen beiden Schauen keine Rolle und die neu ausgebaute Verbindung, über die B 71 direkt bis Erfurt, luden mich förmlich zum Mitmachen an diesem Wettbewerb ein.

Nach der Absage der Nationalen, habe ich mich richtig auf Erfurt gefreut und bin mit dem Titel "Deutscher Meister " auf schwarzgeherzt auch rundum zufrieden mit mir und meinen Pommern heimgekehrt. Gestört hat mich, dass ständig neue Meinungen und Meldungen zum Schaugeschehen im Internet die Runde machten und am Tage meines Besuches, schon am Tor die Ansage kam, dass sowohl auf dem Parkplatz als in der Halle keine Tiere den Besitzer wechseln dürften. Ein rechtzeitiger Hinweis im Internet, wäre für Aussteller, Besucher und potentielle Käufer sicher sehr hilfreich gewesen!

Nun zum eigentlichen Geschehen, der ausgestellten Kollektion Pommerscher Kröpfer. Funfzehn Aussteller hatten 195 Tiere in 16 Farbenschlägen in die Käfige gebracht, ein tolles Ergebnis angesichts der mageren Resultate in den vergangenen Jahren. Drei Zuchtrichter, namentlich die Herren Hans Richter, Henri Tews und Reinhard Hühn waren mit der Bewertung betraut und ich möchte allen Dreien dafür meine uneingeschränkte Anerkennung aussprechen.

Geradlinige vorbehaltlose Bewertung, keine Politik, kein Gemauschel oder verdeckte Hiebe in der Bewertung, so soll es sein!

Unsere Tiere sollen im Vordergrund stehen und neutral und vorbehaltlos ihre Benotungen erhalten. Die Preisrichter haben 6x die Höchstnote Vorzüglich und 20 mal ein Hervorragend vergeben, was für die aufgebotene Qualität der ausgestellten Pommern angemessen war.

Grosse Fortschritte gegenüber  dem gezeigten Tiermaterial in den zurückliegenden Jahren, sind mir bei den Schwarzgeherzten und den Getigerten aufgefallen, wobei bei den Weissen, die Tiere aus zwei Zuchten, den gewohnten Hochstand der Vergangenheit neu haben aufleben lassen.

Möge es so weitergehen! Insgesamt muss festgestellt werden, dass trotz des grossen Risikos der Vogelgrippe und der immensen Gefahr für Aussteller und Tier, die Teilnahme an dieser Schau für mich, als Züchter Pommerscher Kröpfer, erneut ein Erlebnis war, dass ich nicht missen möchte.

Tun wir zukünftig bitte alles dafür, dass unser tolles Hobby eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung bleibt und sorgen wir rechtzeitig für eine verjüngung unserer Züchterschaft.

Das erreichen wir nur durch ein faires Miteinander, dass schon bei der Abgabe von Zuchttieren beginnt und sich in stetiger uneigennütziger Zuchtbegleitung neu gewonnener Zuchtfreunde fortsetzt. Das neue Aufleuchten im weissen Farbenschlag ist dafür der beste Beweis!

 

Horst Henkel 

 

Ich denke, das den Zeilen von Horst nicht mehr viel hinzuzufügen ist.

 

Nachfolgend die Deutschen Meister 2016 nach erfolgter Korrektur durch den VDT unter Vorbehalt:

 

- Matthias Sauer, weiss

 

- Josef Ebnet, blaugeherzt

 

- Hans Richter, blau mit schwarzen Binden

 

- Jürgen Anies, blaugehämmert geherzt

 

- Horst Henkel, schwarzgeherzt

 

- K. H. Jansen, gelbgeherzt

 

- Banzet, schwarztiger

 


Tauben aus der Zucht von Horst Henkel 

Diplom Europameister 2006
Diplom Europameister 2006

        Horst mit seinen Pommerschen Kröpfern                                            Bin ich nicht schön 

Horst seine Pommerschen Kröpfer ,mit denen er schon viele Preise gewonnen hat 

Noch ein paar Worte von Horst :

Die größte Werbung für unsere Rasse  ist Nachwuchs und eine funktionierende Freundschaft .

Eine Gemeinschaft , in der sich Züchter bei gegenseitigen Respekt wohlfühlen.

Auch darüber sollten wir einmal nachdenken ,wenn es um Nachwuchs und Zuchtfreunde geht .

Horst Henkel  


Pommern Kröpfer Freunde zu Gast beim Sonderverein Voorburger Schildkröpfer

 

Am Samstag den 15.10.2016 fuhren Dieter Mersmann und ich von Bocholt nach Leerdam in die Niederlande .Leerdam ist den meisten von uns durch den Käse bekannt, aber es ist auch eine schöne Stadt im Herzen von Holland .

Angekommen sind wir um 10.00 Uhr morgens ,wo wir in den Räumen der Vogelfreunde, herzlich vom Vorsitzenden Ad v. Ekelen  und Ehrenvorsitzenden Dick Hamer begrüßt wurden . 

Die Käfige für die Jungtierbesprechung waren schon aufgebaut  und die Züchter setzten ihre Tiere nach und nach ein . 

Mit Kaffee, Gebäck und netten Gesprächen über unser gemeinsames Hobby überbrückten wir die Wartezeit bis es mit dem Richten losging . Vor dem Richten wurden die Tauben den Richtern zugeteilt .

Der Preisrichter Jouke v.d. Siepkam sollte die blauen Voorburger  Schildkröpfer bewerten, ihm zur Seite gestellt wurden Martin Tiemmermans und Dieter Mersmann - jetzt konnte es los gehen .

Sie stellten fest, das bei den Blauen mit Binden, die Tiere oft zu breit standen und Froschschenkel zeigten .

Als die PR mit der Arbeit fertig waren, wurde zum gemeinsamen Mittagessen geladen .

Vor dem Essen gab es noch eine Gedenkminute zu Ehren des verstorbenden Züchterfreund H.H.Schürkamp .

Das Essen schmeckte allen sehr gut .

Jetzt musste nur noch das beste Jungtier des Tages gefunden werden .Jeder PR stellte seinen Favoriten vor .

Zum Schluß blieb eine 0,1 blau-gehämmert und ein 1,0 rotfahl übrig. Die PR konnten sich zwischen den beiden Jungtauben nicht entscheiden und so wurde Dieter gebeten zu wählen. Seine Wahl fiel auf den 1,0 rotfahlen von Rikus Hagenauw .

Es wurde zu dieser schönen Jungtaube gratuliert und alle waren zufrieden .

Bis zum späten Nachmittag wurde rege diskutiert und es wurde der Vorschlag gemacht, die Käfige zukünftig auf höhere Böcke zu stellen .

Gegen 16.00 Uhr bedankten wir uns für die Einladung, den schönen Tag und machten uns auf die Heimreise .

 

Marcel Möller  

Jouke ,Dieter und Martin bei der  Bewertung 

                     Dieter , Dick , Jouke und Marcel                                                       Jouke und Marcel


Ein Urgestein der Pommernszene tritt ab

 

1958 erhielt unser Zuchtfreund Gerhard Gerken seine ersten Pommerschen Kröpfer, die ihm der Bäckermeister Heinrich Niekamp aus Bad Salzuflen-Schöttmar geschenkt hatte. Bei Bauarbeiten in der Nachbarschaft, waren unserem Gerhard, diese nie zuvor gesehenen Tauben ins Auge gefallen und er sprach seinen Besitzer Heinrich Niekamp darauf an. So ins Gespräch gekommen, verliebte sich Zuchtfreund Gerken in unsere imposanten und überaus zutraulichen Kropftauben. Weihnachten 1958 zog dann ein Paar Pommersche Kröpfer, in den zuvor gebauten Taubenschlag, bei Gerkens ein.

 

Zum SV-Mitglied Niekamp entwickelte sich im Laufe der Jahre eine enge Taubenfreundschaft und es gelang unserem Heinrich, seinen Zuchtfreund Gerhard zum Besuch einer größeren Taubenschau im Ruhrpott zu bewegen. Begeistert von der Qualität der ausgestellten Pommern, erwarb Zfr. Gerken sein erstes Paar blaugeherzte Pommersche Kröpfer vom Schlachtermeister Gerd Knöfel aus Munster. Noch im gleichen Jahr zog 1 Paar gelbfahl-geherzte von Werner Burmester aus Bad Bevensen in seinen Zuchtschlag ein.

Nun hatte der Pommernvirus unseren Zuchtfreund Gerhard endgültig erwischt und er wurde zum 01. Januar 1976 Mitglied im Sonderverein der Züchter Pommerscher Kröpfer Deutschlands und ist bis heute, also sage und schreibe, einundvierzig Jahre ohne Unterbrechung aktiv dabei! Nahezu alle Farbenschläge, unserer Kropftaubenrasse haben seine Schläge bevölkert, doch seine grössten Erfolge hatte er mit seinen blaugeherzten Pommern. Er fehlte in all den Jahren auf keiner maßgeblichen Veranstaltung des SV und war immer mit einer erstklassigen Kollektion Pommerscher Kröpfer am Start.

Die Erfolge blieben natürlich nicht aus und ungezählte hv und V Benotungen mit entsprechenden Preisen waren der verdiente Lohn seines unermüdlichen Einsatzes. Auf Nachfrage, wieviel hohe Noten es denn wohl waren, antwortete unser Gerhard ganz bescheiden, viele, doch ich habe sie nie gezählt. Das überlasse ich Anderen, für mich war das nie wichtig. Gerhard war stets in Begleitung seiner "Hannelore" präsent, wenn es um unsere Rasse, den Pommerschen Kröpfer ging, ganze 27 Jahre auch in Karlsruhe-Ettlingen.

Im laufe der 41 Jahre wurden unserem Gerhard zahlreich Ehrungen zuteil. Neben Ehrungen in seinen Ortsvereinen und im Landesverband Westfalen-Lippe, erhielt er die goldenen Nadeln vom BDRG, VDT und SV. Er ist mehrmaliger SV-Meister, 2-facher Bundessieger auf Pommersche Kröpfer, sowie Erringer des Europachampionates auf 1.0 blaugehämmert geherzt. Diese Ehrung wurde ihm anlässlich der Europaschau 2012 in Leipzige zuteil. Im Jahre 2008 war er zweitplazierter bei der "modifizierten 2. TOP-FIVE" des SV und es wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft im SV angetragen.

 

Mit zunehmendem Alter und nach dem Tod seiner Ehefrau Hannelore fällt es unserem Gerhard zunehmend schwerer, sich seinem Hobby, der Taubenzucht, weiter zu widmen. Nun, nach all den Jahren, hat Gerhard den Entschluss gefasst, sich vom aktiven Geschehen zu verabschieden.

Einen Teil seiner weißen Pommern, mit denen er in den letzten Jahre aktiv war, hat er inzwischen an seine engsten Zuchtfreunde abgegeben, weitere Tauben seines Bestandes haben den weiten Weg über Holland und England nach Australien angetreten, um dort die Basis für eine australische Pommernzucht zu werden. Ein grosses Glück, mit ausgesuchten Tauben einer Spitzenzucht beginnen zu können, erst recht in Australien.

Alle verbliebenen Pommerschen Kröpfer hat Gerhard in Leipzig auf der diesjährigen Lipsia zum Verkauf gemeldet. Eine einmalige Gelegenheit, gutes Material zur Ergänzung einer Zucht zu erwerben, oder eine neue Zucht im weißen Farbenschlag zu etablieren.

Wir wünschen unserem Gerhard alles erdenklich Gute für die weiteren Jahre und er wird weiterhin ein immer gern gesehener Gast in unseren Reihen und Taubenschlägen sein.

                  Eine Täubin aus Gerd seiner Zucht                                                              Gerd Gerken                     

Gerd und Balthasar - sie waren immer gute Freunde                                Gerd und Wolfgang am Fachsimpeln


Pommernfreunde treffen sich in Sachsen

 

Unser Zuchtfreund Udo Steude hatte eingeladen und 23 Freunde und Gönner unserer schönen Kropftaubenrasse hatten den Weg nach Jesewitz in Nordsachsen angetreten, um dort nunmehr zum 6. Mal, einige schöne Stunden mit Gleichgesinnten zu verbringen. Unter ihnen sagenhafte 18 aktive Züchter, die teilweise lange Wege in Kauf genommen hatten, um

 teilnehmen zu dürfen. Das Sperrfeuer, einiger weniger Propheten im Vorfeld, tat unserer gemeinsamen Sache keinen Abbruch. Selbst Petrus war uns wohlgesonnen und bescherte uns einen wunderbaren Spätsommertag.

 Auch in diesem Jahr konnten erneut neue Zuchtfreunde in unseren Reihen begrüsst werden, so ein junger Zuchtfreund mit Ehefrau aus Bayern, der nach eigenem Bekunden gern die 3

 Stunden Anfahrt in Kauf genommen hatte. Den weitesten Weg hatte mit 540 Km Anreise, ein junger aktiver Zuchtfreund, aus dem Ländereck Deutschland-Belgien-Holland. Er war um 4 Uhr von zuhause gestartet. Wir sind stolz, diese Idealisten in unseren Reihen zu haben und werden alles dafür tun, das mit ihrem aktiven Tatendrang, unsere Rasse eine Zukunt hat.

 Pünktlich um 10 Uhr waren alle Teilnehmer zur Schlagbesichtigung unseres Ausrichters anwesend und Udo zeigte uns seine Pommerschen Kröpfer in diversen Farbenschlägen. Tiere

 mit tollen Anlagen, die mauserbedingt ihre volle Pracht noch nicht voll zur Geltung brachten. Vereinzelte Exemplare waren da schon weiter und präsentierten sich natürlich als Eycatcher. Nach einer kleinen Stärkung in Udo´s Rennstube fuhren wir zu dem nur wenige hundert Meter entfernten Sportlerheim, dem eigentlichen Treffpunkt. Gut gelegen und 

 mit allem ausgesattet, was die Sportsfreunde zu einem solchen Treffen erwarten; dazu gut vorbereitet und strukturiert. - Danke Udo -, diese Räumlichkeiten machen Hunger auf Mehr!

 Nun wurden die mitgebrachten Tiere in die bereitstehenden Käfige eingesetzt. Nach einer kurzen Begrüssung durch den Ausrichter, haben sich alle Teilnehmer in wenigen Sätzen vorgestellt um danach gemeinsam den Mittagstich einzunehmen. Unsere Pommerschen Kröpfer hatten diese Zeit genutzt, um sich in den Käfigen einzugewöhnen und waren bereit zur anschliessenden Tierbesprechung durch unseren Zuchtfreund Hans Richter.

 Er erklärte den anwesenden Zuchtfreunden in gekonnter Manier und mit einer Portion Witz, wie er als Zuchtrichter unseren Pommerschen Kröpfer beurteilt, wo er die Vorzüge des jeweiligen Tieres sieht und wo er Wünsche und Mängel erkannte. Tips zur Pflege und Schauvorbereitung kamen nicht zu kurz. Eine wahrlich gelungene Besprechung, in der zu jeder

 Zeit der Zuhörer einbezogen wurde und somit zum Teil dieser Tierbesprechung wurde. Resüniert man, so kann festgehalten werden, es war für jeden etwas dabei und das war überaus positiv!

 Anschliessend wurde bei Kaffee und Kuchen der gemütlich Teil unserer Veranstaltung eingeläutet. Themen rund um unseren schönen Pommerschen Kröpfer machten die Runde und alle waren unisono der Meinung, einer strukturierten und gelungenen Veranstaltung beigewohnt zu haben. Nebenbei darf nicht unerwähnt bleiben, das einige der mitgebrachten Tiere ihren Besitzer wechselten, um in anderen Zuchten für neuen Wind zu sorgen. Die Zeichen für ein Treffen in 2017 sind gestellt, wir werden rechtzeitig einladen!

Zwei Zuchtrichter, ein Urteil? Hans Richter und Klaus Küstermann in der Diskussion.
Zwei Zuchtrichter, ein Urteil? Hans Richter und Klaus Küstermann in der Diskussion.

Aus unseren Reihen

 

Bereits im Mai diesen Jahres erreichte uns die Nachricht vom Ableben 

unseres Zuchtfreundes OTTO SCHÄTZKE aus Havixbeck. In Ostpreussen am 15.07.1919

gebohren, verschlug es unseren Otto im Verlaufe der Nachkriegswirren ins 

Münsterland, wo er zunächst in der Landwirtschaft sein Auskommen fand. 

Zielstrebig, agil und arbeitsam, gelang es unserem Zuchtfreund nach 

wenigen Jahren, eine Kötterstelle zu pachten, um seine eigene 

Landwirtschaft zu betreiben. Zusammen mit seiner Frau ERNA 

erwirtschaftete er sich soviel Eigenkapital, daß er ein Haus in der 

Kolpingstrasse in Havixbeck bauen konnte. Nun war Otto Herr im eigenen 

Haus! Neben der Imkerei und der Jagd, war die Taubenzucht seine grosse 

Leidenschaft, sodaß bald Tauben wie Dragon, Giant Homer und Pommersche 

Kröpfer bei ihm ihr zuhause fanden. Seine grosse Liebe, der Pommersche 

Kröpfer, begleitete unseren Otte über Jahrzehnte in diversen 

Farbenschlägen. Er war u. a. Mitglied in SV der Züchter Pommerscher 

Kröpfer, und gehörte diesem Verein seit 1979 ununterbrochen an. In all 

den Jahren war er auf vielen Veranstaltungen aktiv dabei. Seine Pommern 

zeigte unser Otto sowohl regional, als auch überregional auf Landes-, 

Bundes-, sowie auf Schauen des Sondervereins. Es blieb nicht aus, dass 

er dabei viele kleine und auch grosse Preise mit nach Hause nehmen 

konnte. In Laufe seines Züchterlebens wurden ihm natürlich auch diverse 

Ehrungen zuteil, so neben der Ehrenmitgliedschaft im SV der Züchter 

Pommerscher Kröpfer, deren silberne Ehrennadel, die Ehrennadel in Gold 

von VDT und BDRG. Ferner ernannte man ihn zum Meister der 

Rassegeflügelzucht im LV Westfalen/Lippe.

 

Ich habe unseren Otto im Jahre 2011 auf der 2. Revierschau in Dortmund 

letztmalig auf einer gröseren Veranstaltung persönlich gesprochen. 

Natürlich war er an den Käfigen seiner geliebten Rasse, unserem  

Pommern, die seinerzeit zu Ehren des verstorbenen Ehrenmitgliedes 

Balthasar Wimmer, dort vom Freundeskreis unserer Rasse ausgestellt 

wurden. Er nahm mehrere Anläufe, um sich von uns zu verabschieden, doch 

es fiel ihm schwer, Abschied von der schönen ausgestellten 

Pommerkollektion zu nehmen, zumal er kurz zuvor seine Pommerschen 

Kröpfer hatte abgeben müssen. Am 21. Mai 2016, also 8 Wochen vor seinem 

97. Geburtstag, hat uns OTTO SCHÄTZKE für immer verlassen. Wir werden 

ihn ehrend in unseren Erinnerungen behalten.     . Deine Pommernfreunde

 

 

 

Otto wie wir ihn kannten
Otto wie wir ihn kannten